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Heute schon geschwänzt? Mut zur Auszeit!

Während alle anderen im Religionsunterricht saßen, haben meine Freunde und ich manchmal geschwänzt. Meistens sind wir dann zu McDonald’s gegangen, und ihr glaubt gar nicht, wie gut die Chicken McNuggets geschmeckt haben! Schon deshalb, weil wir etwas Verbotenes getan haben. Ihr habt doch bestimmt auch mal den Unterricht geschwänzt, oder? Ab und zu lege ich auch heute noch eine kleine Auszeit ein …

Immer Richtung Wasserfall

Euer Terminkalender ist wahrscheinlich total voll und vor lauter To-dos wisst ihr nicht, wo euch der Kopf steht. Und dann sollt ihr auch noch kreativ sein und innovative Lösungen entwickeln. Aber wie soll das gehen? Kreativität ist schließlich nicht auf Knopfdruck abrufbar. Erst recht nicht bei dem ganzen Stress …

Ich vergleiche diese Situation gerne mit einer abenteuerlichen Wildwasserfahrt. Von den Stromschnellen getrieben treibt euer Floß unaufhaltsam den Fluß hinunter und steuert unweigerlich auf einen Wasserfall zu. Ihr seht ihn kommen, könnt aber nicht eingreifen – ihr seid im Strom Richtung Abgrund gefangen.

So ähnlich fühlt es sich für viele bei der Arbeit an. Ihr wisst, dass ihr unter diesen Bedingungen kein innovatives Ergebnis liefern könnt, aber vor lauter Aufgaben steuert ihr weiter auf die Katastrophe zu: Schlechte Resultate und Fehler aufgrund von Überlastung sind quasi vorprogrammiert.

Ausgedehnte Mittagspause

In einer solchen Situation entziehe ich mich der Aufgabenflut. Ich gehe dann für zwei Stunden Kaffee trinken oder mache einen langen Spaziergang. Mein Handy lasse ich dabei aus oder im Büro.

Jetzt denken vielleicht einige von euch: „Mein Chef würde durchdrehen und meine Kollegen will ich auch nicht hängen lassen. Ich kann doch nicht einfach gehen, wenn es gerade brennt, wenn richtig viel zu tun ist.“ Doch! Genau dann ist der optimale Zeitpunkt.

Klar: Im ersten Moment ist es nicht einfach, den Stress hinter euch zu lassen und abzuschalten, aber ihr werdet sehen: Im Laufe der Zeit lernt ihr, euren Gedanken freien Lauf zu lassen und die Auszeit zu genießen. Mir fällt das mittlerweile leicht, weil ich weiß, was diese Pause bringt: Ich kehre mit vielen frischen Ideen ins Büro zurück. In zwei Stunden am Schreibtisch wäre ich niemals auf solche Gedanken bekommen. Macht euch das bewusst – dann hat auch das schlechte Gewissen keine Chance.

Die Notlösung

Natürlich gibt es Berufe, in denen ihr nicht so einfach eine Auszeit nehmen könnt. Schließlich kann der Pilot nicht mitten im Flug eine Pause einlegen und auch ein Lehrer muss sich an die Unterrichtszeiten halten. Wenn es bei euch nicht möglich ist, spontan auszuspannen, dann plant diese Auszeiten gezielt in euren Tagesablauf ein. Und wenn der Chef partout euren Mittagsspaziergang verbietet? Dann habt ihr ja vielleicht mal einen „dringenden Zahnarzttermin“, der nicht aufgeschoben werden kann … Notlügen erlaubt!

Seid mutig, die Resultate sprechen für sich! Ihr werdet sehen, dass ihr nach so einer Pause viel effizienter arbeiten könnt. Und erinnert euch an das gute Gefühl aus der Schulzeit, für eine kurze Zeit den Alltag hinter sich gelassen zu haben.

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