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Mehr Zeit für echte Freundschaften: So macht ihr Schluß mit einseitigen Beziehungen

Während ihr gerade den Brokkoli aufs Kassenband legt und gleichzeitig nach dem Geldbeutel in der Tasche kramt, werdet ihr plötzlich mit: „Mensch, wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen“ angesprochen. Ein alter Bekannter aus dem Sportverein steht hinter euch in der Schlange. Oder: Ihr seid beim Frisör und neben euch sitzt doch tatsächlich eine Freundin aus der Schulzeit. Beide Situationen haben eins gemeinsam: Nach kurzem Small Talk fällt mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit am Ende der Begegnung einer der Sätze „Wir müssen uns unbedingt mal wieder treffen“, „Melde dich mal wieder“ oder „Du musst uns unbedingt besuchen kommen.“

Was als versöhnlicher Abschiedsgruß dient, hinterlässt oftmals einen schalen Nachgeschmack. Ist das nur eine häufig verwendete Höflichkeitsfloskel oder steckt doch ein echter Wunsch dahinter? Möchte mein Gegenüber mich wirklich bald wiedersehen? Oder war das nur so aus Höflichkeit dahin gesagt?

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Nach der Wiedersehensfreude kommt oft die Ernüchterung. Voller Vorfreude schreiben wir dem Bekannten, rufen an und schreiben wieder … Vergeblich! Wenn jegliche Reaktion ausbleibt, fangen wir an zu zweifeln, werden sauer oder sind enttäuscht. Es drängt sich die Frage auf: Ist das ein echter Freund?

Was macht ihr dann? Wenn ihr euch einfach nicht mehr meldet, nagt dann das schlechte Gewissen an euch? Ihr wünscht euch doch verlässliche und ehrliche Beziehungen, ohne eure Zeit zu verschwenden. Oder nicht? Ich jedenfalls tue das.

Was für Freundschaften gilt, ist für mich auch im Businesskontext wichtig: Als Immobilieninvestor bin ich zum Beispiel auf Handwerker und viele andere Dienstleister angewiesen. Aber wie finde ich den oder die richtigen Geschäftspartner und Dienstleister? Nun ja, ich mache es so: Ich engagiere Firmen und Leute nur, wenn ich das Gefühl habe, dass auch die etwas von mir wollen und nicht nur umgekehrt.

Denn auch in Geschäftsbeziehungen möchte ich niemanden dauernd überreden und bitten und betteln müssen. Ich möchte, dass der andere auch motiviert ist. Da ist es wie im Privaten: Ständig nachhaken zu müssen nervt!

Die 2-er Regel: Loslassen befreit

Bei vielen Menschen ist der Freundeskreis sehr groß. Natürlich hat da nicht jeder die gleiche Priorität und man kann sich ja auch nicht immer, dauernd und sofort mit jedem treffen. Zumindest ein Zeitmillionär tut das nicht. Denn er möchte ja zeitlich frei und selbstbestimmt bleiben. Und das ist auch völlig okay, wichtig und richtig so! Ein Zeitmillionär möchte nichts erzwingen.

Deswegen vereinfacht die „2-er Regel“ das Ganze enorm und funktioniert wie folgt: Fragt genau EINMAL nach einem Treffen und hakt genau EINMAL nach. Wenn es dann keine Reaktion gibt, könnt ihr davon ausgehen, dass (momentan) kein Interesse besteht. Bevor ihr euch dann schwarz wartet und grün ärgert, könnt ihr getrost loslassen und müsst euch keine Gedanken mehr machen, ob, wie, wo, wann, wie oft, weshalb und warum ihr euch wieder melden sollt. Seit ich diese einfache aber klare Regel anwende muss ich nicht jedesmal neu darüber nachdenken. Und es fällt mir deutlich leichter, mich ohne schlechtes Gewissen von angeblichen Freundschaften und Kontakten zu trennen.

Mehr Zeit für verlässliche Beziehungen

Ich verschwende keine unnötige Zeit und Energie in einseitige Beziehungen. Stattdessen nutze ich diese dafür, echte Partnerschaften zu pflegen und die Menschen zu sehen, die das wirklich wollen und umgekehrt. Ich finde, im Zweifel gilt: dann lieber ein kleiner, feiner und verlässlicher Freundeskreis!

Wenn ich etwas nicht einhalten will oder kann, mache ich keine Versprechen. Und ich meine: Verabschiedungen kommen auch gut ohne solche Floskeln aus, die meist etwas ankündigen, das der andere dann doch nicht einhalten will. In diesem Sinne verabschiede ich mich von euch – ganz ohne Versprechen – mit einem freundlichen, liebenswürdigen und trotzdem ehrlichen: Tschüss!

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